Oratorienchor Köln

Oratorienchor Köln

Oratorienchor Köln
Oratorienchor Köln

Im Jahr 1957 gründete Kirchenmusikdirektor Dr. Gerhard Bork die »Chorgemeinschaft im evangelischen Stadtkirchenverband«. Die Choristen waren amtierende sowie angehende Kirchenmusiker verschiedener Kirchengemeinden des Großraums Köln sowie musikalisch interessierte Laien, die sich der »Musica sacra« widmeten.

Über 30 Jahre trug Dr. Bork die Verantwortung für die evangelische Kirchenmusik in Köln.  Nach seinem Ausscheiden 1980 und dem Wegfall der Stelle des Kirchenmusikdirektors musste sich der Chor einen neuen Leiter suchen. So trat 1981 WolfgangjKarius das Erbe Borks an, gefolgt von Paul Nancekievill im Jahr 1982. Nach dessen Weggang 1986 übernahm der Altenberger Domorganist Andreas Meisner die musikalische Leitung. 1989 erfolgte die Umbenennung des Chores auf den Namen »ORATORIENCHOR KÖLN im evangelischen Stadtkirchenverband«.

Im Rahmen zahlreicher Konzerte wurde ein umfangreiches Repertoire mit Chorwerken des Barock, der Klassik und zunehmend Kompositionen der Romantik und Spätromantik erarbeitet. Auch Werke moderner Komponisten wie Duruflé, Arvo Pärt, Schostakowitsch, Schönberg und Messiaen standen auf dem Programm. Anlässlich des Flandern-Festivals in Mechelen / Belgien wurden im Oktober 1996 Werke von Flor Peeters aufgeführt.

1999 konzertierte der Chor in Zusammenarbeit mit dem Chœur de l’Armée Francaise in der Pariser Kirche La Madeleine mit Werken von Dupré, Widor und Mauersberger. Im Altenberger Dom beteiligte er sich am Bachzyklus 2000. Auf Einladung der Staatlichen Philharmonie Transilvania gastierte der Chor 2002 mit Mahlers 2. Sinfonie in Klausenburg / Rumänien. Im Juli 2004 folgte der Chor einer Einladung des Dean of Liverpool. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Cathedral of Liverpool wurde im Rahmen eines Festkonzertes das »Requiem« von Mozart aufgeführt.

Der Oratorienchor Köln hat sich u.a. mit Auftritten in der Kölner Philharmonie einen Namen gemacht. Im Jahr 2007 feierte der Chor sein 50-jähriges Bestehen mit einem Festkonzert im Altenberger Dom mit Hector Berlioz’ Requiem im Rahmen des Evangelischen Kirchentags und einer Chorreise nach Dresden, wo der Chor in der Frauenkirche unter anderem mit John Rutters »Gloria« konzertierte. Den Abschluss des Jubiläumsjahrs bildete ein Konzert in der Kölner Philharmonie mit Felix Mendelssohn Bartholdys Paulus op. 36. 2008 wirkte der Chor gemeinsam mit den Knaben der Liverpool Cathedral und des Kölner Domchors, dem Royal Liverpool Philharmonic Choir, dem Vokalensemble des  Kölner Doms sowie der Kölner Domkantorei in Benjamin Brittens »War Requiem« op. 66 mit, welches im Rahmen der Europäischen Musiktage im Altenberger Dom sowie im Kölner Dom und als »Celebrating the ›Capital of Culture‹ 2008« in Liverpool aufgeführt wurde.

Der Künstlerische Leiter

Arndt Martin Henzelmann
Arndt Martin Henzelmann

Arndt Martin Henzelmann wurde 1987 in Berlin geboren. Er studierte zunächst Kirchenmusik in Köln, wo er 2014 sein Master-Studium mit Auszeichnung abschloss, woraufhin er an die »Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin« wechselte, um ein Chordirigierstudium bei Prof. Jörg-Peter Weigle aufzunehmen. Dieses schloss er 2015 mit dem Bachelor-Abschluss ab, 2017 folgte der Master-Abschluss.

Arndt Martin Henzelmann ist derzeit musikalischer Leiter des Oratorienchors Köln. Darüber hinaus ist er Dirigent des Rodenkirchener KammerChors und Orchester und leitet die Rondorfer Kurrende.

Im Wintersemester 2018 war er als Dozent für Chorleitung am kirchenmusikalischen Institut der »Universität der Künste Berlin« tätig. In Berlin wirkte er weiterhin als Dirigent des Vokalensembles »neuer chor berlin«, mit dem er verschiedene Uraufführungen (Sköld, Forte, Makor, Machuel, Zimmermann) realisierte, interdisziplinäre und szenische Projekte leitete und schwerpunktmäßig Programme gestaltete, die musikalische Querverbindungen aufzeigen und selten gehörte Werke zur Aufführung brachten. 2016 bis 2017 hatte er einen Lehrauftrag an der »Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin« inne, in dessen Rahmen er die Chöre am Musikgymnasium »Carl Philipp Emanuel Bach«, Berlin, leitete. Neben seiner Tätigkeit als Dozent leitet(e) er verschiedene Workshopformate.

Als Assistent von Prof. Robert Göstl arbeitete er mit dem Deutschen Jugendkammerchor, weiterhin war er Assistent von Prof. Kai-Uwe Jirka bei der traditionsreichen »Sing-Akademie zu Berlin«, wo er 2018 auch ein Musiktheater-Projekt leitete, sowie Assistent von Prof. Jörg-Peter Weigle beim Hochschulchor der »Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin«. 2016 und 2017 führten ihn Einstudierungen und Dirigate für den Sinfonischen Chor Berlin an die Berliner Philharmonie. 2013 leitete er ein deutsch-costaricanisches Chorprojekt in Costa Rica.

Er ist Stipendiat der »Tenso Masterclasses for Young Conductors«. In Meisterkursen bei Stephen Layton, James Wood, Wolfgang Schäfer, Morten Schuldt-Jensen und Jan Scheerer erweiterte und ergänzte er seine dirigentische Ausbildung, wobei er unter anderem mit dem »Tenso Europe Chamber Choir« und dem »Trinity College Choir Cambridge« zusammenarbeiten konnte.

www.oratorienchor.de