Mülheimer Kantorei

Mülheimer Kantorei

Mülheimer Kantorei
Mülheimer Kantorei

Die Mülheimer Kantorei ist verwurzelt in der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein, der ältesten evangelischen Gemeinde auf heutigem Kölner Stadtgebiet. Geleitet wird sie von KMD Christoph Spering, dem Kantor der Gemeinde.

Der Chor ist als konzertierender Kammerchor seit vielen Jahren weit über die Grenzen Kölns hinaus bekannt, wo er unter dem internationalisierten Namen CHORUS MUSICUS KÖLN auftritt. Inspirierte und musikwissenschaftlich fundierte Aufführungen begründen seinen Ruf als semiprofessionelles Spitzenensemble. Das breit gefächerte Repertoire reicht vom Barock bis ins 20. Jahrhundert; ein Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf weniger bekannten Werken der Klassik und Romantik, deren Interpretation im Sinne einer an historischer Aufführungspraxis orientierten Sicht immer mehr Beachtung findet.

Die Fachkritik bescheinigt dem Chor durchweg hohe Virtuosität, frische Dynamik, ausgewogene Klangschönheit und Intonationsreinheit. Seinen hervorragenden Ruf festigte der Chor mit inzwischen über 25 CD-Einspielungen, viele davon preisgekrönt. Bereits kurz nach der Gründung des Chores erfolgte eine Zusammenarbeit mit dem Kölner Gürzenich-Orchester unter der Leitung von James Conlon sowie mit Musica Antiqua Köln unter Reinhard Goebel. Aus diesen Kooperationen gingen die Aufnahmen von Zemlinskys Chorwerken (EMI) bzw. von Händels Marienkantaten (DGG) hervor. Weitere Gastdirigenten in den 1980er und 90er Jahren waren Gerd Albrecht, Gianluigi Gelmetti, Philippe Herreweghe und Avner Biron.

Das junge Vokalensemble, das sich aus Musikstudenten, professionellen Sängern und einigen qualifizierten Laien zusammensetzt, hat bei zahlreichen Festivals gastiert, darunter das Festival Oude Muziek Utrecht, das Festival de Besançon, das Festival d’Ambronay, die Göttinger Händelfestspiele, die Dresdner Musikfestspiele, die Burghoffestspiele Eltville, das Festival de Fontevraud, La Folle Journée in Nantes, Bilbao und Lissabon, sowie das Bachfest Leipzig.

Vermehrt erhält der Chor Einladungen zu Kooperationen, so mit dem Orchestre National de Lille, dem Israel Chamber Orchestra und seit 2003 jährlich zu Projekten mit der Israel Camerata, Jerusalem. Gastspiele führten den Chor u.a. ins Konzerthaus Wien, ins Concertgebouw Amsterdam, ins Théâtre de Champs-Elysées Paris, in den Palau de la Música de Barcelona und das Auditorio Nacional de Madrid sowie in die Philharmonie Essen und die Tonhalle Düsseldorf.

In 2006 wirkte der Chor bei einer szenischen Produktion der Kraus-Oper Proserpina zur Eröffnung der Schwetzinger Musikfestspiele mit und führte beim Bachfest Aschaffenburg die von Robert Levin neu vervollständigte c-Moll Messe KV 427 von Mozart auf und produzierte das Werk für Deutschlandradio. In 2009 folgte der Chor Einladungen nach Spanien und Belgien und debütierte beim Beethovenfest Bonn mit dem Oratorium Elias von Mendelssohn Bartholdy. Mit J.S. Bachs Doppelchormotetten und Händels Belshazzar tourte der Chor durch ganz Europa und erhielt für seine Aufführungen höchstes Lob von der internationalen Presse und vom Publikum.

Der Künstlerische Leiter

Christoph Spering
Christoph Spering

Christoph Spering gehört zu den renommiertesten Spezialisten für historische Aufführungspraxis im internationalen Musikbetrieb. Unbekanntes bekannt und Bekanntes interessant zu machen, gehört zu den zentralen Devisen seiner umfangreichen musikalischen Arbeit. Mit seinen lebendigen Interpretationen verfolgt er das Anliegen, dem Publikum stets neue Hörweisen zu eröffnen. In den vergangenen Jahren hat Christoph Spering ein eigenes Format »Gesprächskonzert« entwickelt, das Publikum wie Veranstalter begeistert.

Im Zentrum der künstlerischen Arbeit und der Forschung von Christoph Spering steht das musikalische Repertoire des Barock, der Klassik und der Romantik. Als einer der ersten Dirigenten ist er schon in den 1980er Jahren mit Aufführungen von Werken des 18. und 19. Jahrhunderts im historisch informierten Aufführungsstil hervorgetreten und hat damit einen innovativen Weg der Interpretation beschritten. Seinen internationalen Schlüsselerfolg hatte er mit der Erstaufführung der von ihm wieder entdeckten Mendelssohnschen Fassung von Bachs Matthäus-Passion (auch als ausgezeichnete CD erschienen).

In der Entwicklung des von ihm gegründeten Das Neue Orchester führte Christoph Spering vielfach in europäischen Konzerthäusern neben den Symphonien von Brahms, Schubert, Schumann und Mendelssohn sämtliche Symphonien Beethovens in Konzertzyklen auf. Dabei konnte er ein Spektrum an Interpretationen entwickeln und den Partituren manche Verborgenheit entlocken.

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